Viktor Kirka & Hermann
Wenn Hermann die Arena betritt, lacht das Publikum schon vorher Viktor Kirka – Comedy, Kaltblut und ganz viel Herz Geboren in Moldawien, aufgewachsen nahe der ukrainischen Grenze, heute zuhause im brandenburgischen Woltersdorf/Nuthe-Urstromtal: Viktor Kirka ist Showreiter aus Leidenschaft und Hobby-Handwerker aus Notwendigkeit.
Dort bestimmen drei eigene und einige Gastpferde das tägliche Leben.
Dass Pferde einmal sein Leben prägen würden, war für Viktor eigentlich schon immer klar.
„Unerklärlich angeboren“, sagt er selbst.
Vielleicht liege es an einem Urahnen aus dem Reitervolk der Kosaken?
Als Kind stand er jedenfalls fasziniert am Zaun eines benachbarten Pferdestalls in Moldawien und musste seine Mutter hartnäckig überreden, bis er endlich Reitunterricht bekam.
Sein erstes prägendes Pferd hieß Apollo – ein schwarzer „Teufel“, den anfangs niemand bändigen konnte.
Heute ist Apollo 15 Jahre alt und für Viktor ein „Professor“. Einer, der lehrt und Geduld verlangt.
Die große Liebe zu den Kaltblütern begann später, während seiner Zeit als Artist im Ukrainischen Nationalzirkus.
Dort begegnete er dem braunen Kaltblut „Polus“.
Ein sanfter Riese, der auf die jungen Artisten aufpasste, jeden Fehler verzieh und unermüdlich mit ihnen trainierte.
Ein Pferd mit Charakter und Herz. Heute heißt Viktors Partner in der Arena Hermann.
Ein neun Jahre altes rheinisch-deutsches Kaltblut – 1,65 Meter groß, eine vom Aussterben bedrohte Rasse.
Gefunden wurde er in Brück im Landkreis Potsdam-Mittelmark, bekannt durch die „Titanen der Rennbahn“. Beinahe wäre es ein anderer geworden: Ein blonder, älterer Wallach namens Olymp stand kurz vor dem Kauf. Doch im letzten Moment entschieden sich Viktor und Lisa für den damals 2,5-jährigen, noch herrlich tollpatschigen Hermann.
Die Ausbildung? „Ein kleines Drama“, lacht Viktor. „Geholfen hat mir wie immer keiner.
Lisa stand mit den Kindern am Rand und ist geflüchtet, wenn Hermann mich mal wieder durch die Halle gezogen hat.“
Heute ist davon nichts mehr zu spüren.
Wenn Hermann die Arena betritt, beginnt das Publikum bereits zu lachen – noch bevor etwas passiert. „Es ist ein unglaubliches Gefühl, dass er die Menschen allein durch seine Präsenz begeistert“, sagt Viktor.
Und genau daraus entsteht seine Comedy-Trickriding-Show: kraftvoll, überraschend und voller Selbstironie.
Ein Leben ohne Pferde kann er sich nicht vorstellen. „Wenn keine Pferdestärken auf der Weide wären, hätte ich welche in der Garage – Motorräder liebe ich nämlich auch.
“ Doch die echten Pferdestärken bleiben sein Herzstück.
Sein spektakulärster Moment? Der allererste Zirkusauftritt mit 20 Jahren.
„Ich dachte, ich bekomme vor Lampenfieber einen Herzinfarkt.“ Die Show lief perfekt – der Chef war zufrieden.
Glück gehabt. Und ein Traum ist noch offen: Noch einmal in der Londoner Olympiahalle auftreten –
diesmal mit den eigenen Pferden.
Dort stand er bereits 2007 mit den „Ukrainian Cossacks“ vor dem britischen Königshaus.
Die heutige Queen Camilla gratulierte damals persönlich.
Ein Idol im Trickriding? Braucht Viktor nicht. „Man muss so lange hart an sich arbeiten,
bis man die beste Version seiner selbst ist.
“ Mit Hermann ist er diesem Ziel ziemlich nahegekommen.
Und das Publikum darf sich sicher sein: Wenn dieser sanfte Riese die Arena betritt, sind Herzklopfen und Lachtränen garantiert.
Herzlich willkommen bei Comanchen on Tour 2026 – Viktor Kirka & Hermann
Foto: Marixx